OJB-Camp Irndorf

 

04.09.2011 – 11.09.2011

 

 

Das Camp 2011 geht in die Geschichte des OJB als erstes regionales Camp ein! Früher wurde stets ein Camp für ganz Deutschland veranstaltet, was zahlreiche Schwierigkeiten mit sich brachte, wie weite Anfahrtswege und unterschiedliche Ferienzeiträume. Im Zuge der Regionalisierung im OJB, war es also das erste regionale Camp der Gruppe Baden-Württemberg und es sollte ein voller Erfolg werden. Organisiert wurde das Camp vom Regionalleiter Vt. Michael und seiner Frau der Matuschka Marina.

 

Kommen wir nun zum Camp als solches: Die Kinder reisten im Laufe des Sonntages, den 04.09.2011, an und wurden ihren Gruppen zugeteilt. Es gab drei an der Zahl. Die kleinen Mädchen (Marthas Mädels) wurden von Martha Kofer betreut. Die kleinen Jungen (die coolen Junx) hatte Fjodor Kaßberger unter seiner Obhut. „Die Großen“ ab dem Alter von zwölf Jahren wurden von Vt. Athanase betreut. Die Kinder lernten sich und ihre Betreuer sehr schnell kennen. Kilian Buk unterstützte uns die ersten zwei Tage mit Rat und Tat. Besonders zu Beginn sind helfende Hände sehr willkommen.

 

Auf dem Tagesprogramm stand nahezu täglich Katecheseunterricht, der von Vt. Michael und Matuschka Marina durchgeführt wurde. Dazu teilten wir die Kinder nach Alter in zwei Gruppen ein. Bei den meisten Themen zeigten die Kinder große Neugier, wachsende Begeisterung und arbeiteten eifrig mit.

Am Donnerstag, den 08.09.2011 feierten wir gemeinsam die Göttliche Liturgie zum Fest der Geburt der Gottesgebärerin. Wir sangen alle gemeinsam und einige Jungen dienten im Altar. Einer der älteren Jungen las den Apostelbrief. Es war das erste Mal für ihn und obwohl er ziemlich aufgeregt war, las er laut und deutlich.

Auf das leibliche Wohl wurde selbstverständlich auch geachtet. Die geregelten Mahlzeiten (Frühstück, Mittag, Tee, Abendessen) wurden liebevoll und mit fachmännischer Kompetenz von unserem Koch Thomas Zmija-Horjanyj vorbereitet. Bis auf wenige gesunde Ausnahmen, wie Brokkoli oder grüne Bohnen, waren die Kinder sehr zufrieden mit dem Koch und achteten stets darauf, ein gutes Verhältnis zu ihm zu bewahren.


Da Kinder unendlich viel Energie besitzen, unternahmen wir eine ca. 8 km lange Wanderung durch Wald und Feld. Den kleinen Mädchen wurde ein Teil des Weges durch Pfützen und Matsch erspart, indem sie etwa 2 km mit dem Auto gefahren wurden. Dennoch hatte es der übrige Weg in sich!

Fast am Ziel angelangt, kamen wir an einen Abenteuerspielplatz. Kaum dort angelangt, mobilisierten die Kinder plötzlich ungeahnte Energiereserven. Sie turnten, rannten und hüpften umher als wäre die Wanderung nur ein kleiner Spaziergang gewesen. Das eigentliche Tagesziel war eine Tropfsteinhöhle (Kolbinger Höhle). Wir erhielten eine aufschlussreiche Führung durch die kaltfeuchten Gänge. Den Abend ließen wir an einem Lagerfeuer mit Bratwürsten und Marshmallows ausklingen. Einige dieser weißen Süßigkeiten gingen versehentlich in Flammen auf und es wurde herzhaft darüber gelacht. Natürlich gehörte zu einem Lagerfeuer auch Gitarre und Gesang.

Ein anders Mal organisierten wir eine Schnitzeljagd für die Kinder. Es ging darum, einen Piratenschatz zu finden. Auf dem Weg dorthin mussten verschiedene Hinweise entdeckt und Aufgaben gelöst werden, wie z.B. Geheim-schriften entziffern, eine Piratengeschichte schreiben oder Rechenaufgaben lösen. An der letzten Station war eine Karte versteckt, die den Weg zum Ziel wies, an dem der Schatz versteckt war. Alle drei Gruppen waren erfolgreich und strahlten vor Freude als sie das Ziel erreichten.

 

An regnerischen Tagen blieben wir größtenteils im Haus und Matuschka Marina bastelte mit den Kindern Ikonen. Dazu durfte jedes Kind ein Brett Holz abschleifen und bemalen. Dann wurde eine Heiligenbild darauf geklebt und schließlich mit Steinchen und Glitzer verziert.

Zwischen den Aktivitäten genossen die Kleinen ihre freie Zeit und spielten Brettspiele, Tischtennis, Kicker oder übten auf ihren mitgebrachten Instrumenten.

Um das Haus stets sauber und ordentlich zu halten, gab es auch tägliche Aufgaben: Spüldienst, Hausputz und der weniger geliebte Kloputz. Dazu gehörte auch das tägliche Zimmer aufräumen, was bei gutem Ergebnis mit einem Glas Cola beim Essen belohnt wurde.

 

Schnell verstrich die Woche, so wie es die schöne Zeit immer zu tun pflegt und der letzte Abend nahte, der „Bunte Abend“. Zu diesem einmaligen Anlass richtete der Koch ein besonders schmackhaftes Buffet her und das Mahl wurde von Musik begleitet. Viele kleine Höhepunkte sorgten für strahlende Gesichter. Das Servieren von KiBa (Kirsch-Bananen-Saft) ließ die Kinderherzen hüpfen und als die mit Wunderkerzen geschmückte Torte in den dunklen Raum gebracht wurde, kamen die Kinder aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Nach dem Essen gestalteten größtenteils die Kinder den Abend. Sie sangen, spielten auf ihren Instrumenten, turnten, führten Sketche oder Zaubertricks vor. Ein Kartentrick von Fjodor sorgte für große Begeisterung. Den Abschluss bildete eine Menschenpyramide aus sechs sportlichen Mädchen.

m Sonntag, den 11.09.2011 sollte dieses unvergesslich schöne Camp auch schon wieder allmählich zum Ende kommen. Zur Göttlichen Liturgie, die wir in der römisch katholischen Dorfkirche feiern durften, wurden die Eltern eingeladen. Es war eine wundervolle Liturgie, bei der die Jungen im Altar dienten und die Mädchen im Chor sangen.

Im Anschluss aßen wir alle gemeinsam im Freien. Die Eltern haben köstliche Speisen zubereitet und mitgebracht. Nach dem Essen musste einer nach dem anderen aufbrechen. Als erstes musste Vt. Athanase zum Bahnhof gebracht werden, da er den weitesten Weg nach Paris vor sich hatte. Der Abschied fiel allen sehr schwer. Sodann reisten die übrigen Teilnehmer nach und nach ab. Manche Kinder waren den Tränen sehr nahe und auch den Betreuern wurde das Herz sehr schwer. Aber das ist nur ein Zeichen, wie stark die Gemeinschaft zusammengewachsen ist und wie gelungen das Ferienlager war!

verfasst von Martha Kofer